Telefonbox und Akustikelemente in einem Großraumbüro

Akustik & Rückzugsorte

Raumakustik,
die Wirkung zeigt.

Gespräche am Nebentisch, klingelnde Telefone, kein Ort für ein vertrauliches Gespräch: In offenen Strukturen entscheidet die Raumakustik darüber, ob konzentriert gearbeitet werden kann. Als Fachbetrieb für Büroakustik planen wir sie mit, nicht nachträglich.

Drei Ansätze

Leiser, privater, durchdacht.

Störgeräusche senken

Absorbierende Flächen an Decke, Wand und Möbel nehmen dem Raum den Hall, messbar und spürbar.

Privatsphäre schaffen

Telefonboxen und Fokuszonen geben vertraulichen Gesprächen einen Ort, ohne den Grundriss zu zerschneiden.

Von Anfang an mitdenken

Akustik gehört ins Einrichtungskonzept, nicht als Nachrüstung, wenn sich die ersten beschweren.

Lösungen

Sechs Bausteine.

Jeder Baustein hat eine eigene Seite mit Prinzip, Einsatzbereichen, typischen Ausführungen und Planungshinweisen.

DECKENPANEELE

Deckensegel, Baffeln und vollflächige Akustikdecken: Absorption dort, wo sie am stärksten wirkt: über den Köpfen.

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WANDABSORBER

Rahmen- und Designpaneele, die freie Wandflächen akustisch nutzbar machen, auf Wunsch bedruckt oder als Pinnfläche.

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STELLWÄNDE

Bodenstehende Stellwände und tischmontierte Absorber: Abschirmung zum Nachrüsten, Umstellen und Wiederverwenden.

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TELEFONBOXEN

Schallgedämmte Kabinen für Calls, Fokusarbeit und kleine Besprechungen. Aufgestellt in Stunden, versetzbar wie ein Möbel.

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AKUSTIKMÖBEL

Sitzinseln, Hochlehner und Alkoven mit integrierter Absorption: Rückzugsorte, die keine Wand brauchen.

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GLASWÄNDE

Struktur und Schalldämmung in einem Bauteil: Trennwände dämmen, wo Absorber nur beruhigen.

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Der entscheidende Wert

Ab wann stört ein Gespräch nicht mehr?

Im Großraum lässt sich Akustik messen. Der wichtigste Kennwert ist der Ablenkungsabstand: die Entfernung, ab der ein Gespräch so unverständlich wird, dass es nicht mehr vom Arbeiten abhält. Je kürzer dieser Abstand, desto ruhiger wirkt die Fläche.

5 m10 m

ohneDeckeWändeZonierung
Ablenkungsabstand r D
Schallpegelabnahme D 2,S
Bewertung nach ISO 3382-3
Raumklasse nach VDI 2569

Beispielhafte Größenordnungen für ein großes Mehrpersonenbüro. Die realen Werte hängen von Raumhöhe, Belegung und Grundriss ab und werden vor Ort gemessen.

Regler verschieben: So verändert sich der Ablenkungsabstand, wenn Maßnahmen dazukommen. Orientierungswerte aus dem informativen Anhang der DIN EN ISO 3382-3 (Ausgabe 2022): unter 5 Metern gut, über 11 Metern schlecht.

Ablenkungsabstand r D

Die Entfernung, ab der die Sprachverständlichkeit unter einen STI von 0,50 fällt. Unter 5 Metern gilt als gut, über 11 Metern als schlecht.

Schallpegelabnahme D 2,S

Wie stark der Pegel mit jeder Abstandsverdopplung sinkt. Vier Dezibel sind das Minimum, sechs stehen für Raumklasse B, acht für Raumklasse A.

Nachhallzeit T

Im Mehrpersonenbüro fordert die ASR A3.7 höchstens 0,6 Sekunden. Die VDI 2569 lässt in Klasse B bis 0,7 Sekunden zu.

Vorgehen

Erst die Decke, dann die Wände, dann die Möbel.

Akustik wird von oben nach unten geplant. Die Decke ist die größte freie Fläche im Raum, denn dort wirkt Absorption am stärksten und am günstigsten. Erst danach lohnen sich Wandpaneele, Stellwände und Möbel.

Schnitt durch ein Mehrpersonenbüro mit Deckenabsorbern, Wandpaneelen, Stellwänden und Telefonbox
Die Maßnahmen wirken zusammen: Absorption nimmt die Energie aus dem Raum, Abschirmung verkürzt die Wege des Schalls.

Normen

Vier Regelwerke, vier Aufgaben.

Wer Büroakustik plant, hat es mit mehreren Regelwerken zu tun. Sie widersprechen sich nicht, sondern beantworten unterschiedliche Fragen.

DIN 4109: Schallschutz im Hochbau

Regelt die Dämmung zwischen Räumen: Wie viel Schall kommt durch Wand, Tür und Decke? Hier greifen die R w-Werte der Trennwand.

VDI 2569: Büroakustik

Beschreibt die Akustik im Raum selbst und ordnet Büros in die Raumklassen A bis C ein, je nach Anforderung an Ruhe und Vertraulichkeit.

DIN 18041: Hörsamkeit

Legt fest, wie gut man in einem Raum verstanden wird. Büros gehören zur Gruppe „Hörsamkeit über kurze Entfernung“; dort wird über das Verhältnis von Absorptionsfläche zu Raumvolumen geplant.

ASR A3.7: Lärm am Arbeitsplatz

Die Arbeitsstättenregel begrenzt den Beurteilungspegel, bei überwiegend geistiger Tätigkeit auf 55 dB(A).


Im Großraum wird nach DIN EN ISO 3382-3 gemessen und nach VDI 2569 bewertet. Wir legen die Zielwerte vor der Planung fest und dokumentieren sie. So lässt sich später nachvollziehen, warum ein Raum funktioniert.

Zum Weiterlesen

Die Normen im Detail.

Akustik & Schallschutz: die maßgeblichen Normen

DIN 4109, DIN 18041, VDI 2569 und ASR A3.7: welche Norm welche Frage beantwortet und wo sie sich überschneiden.

Schallschutz im Open Space richtig planen

Warum Absorption allein nicht reicht und wie Abschirmung, Zonierung und Decke zusammenwirken.

Rw-Werte und Schallschutzklassen entschlüsselt

Was auf Datenblättern steht, was davon am Bau ankommt und wie Sie Angebote wirklich vergleichen.

Kontakt

Zu laut? Reden wir darüber.

Schildern Sie uns kurz die Situation: offener Raum, Telefonate, Hall. Wir schauen uns das an und schlagen etwas vor.


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